Die Tricks der Supermärkte

Ist es Ihnen auch schonmal passiert, dass Sie einfach nur schnell mal Milch kaufen wollten und trotzdem mit viel mehr in der Tüte aus dem Laden gekommen sind? Keine Sorge: Das passiert allen. Denn viele Supermärkte arbeiten mit den verschiedensten Tricks, um uns Kunden zu verführen: Wir sollen mehr kaufen, als wir eigentlich wollen. Und die Läden haben damit auch immer wieder Erfolg!

Wir decken für Sie die geheimen Maschen der Einkaufsläden auf! Damit Sie in Zukunft auch wirklich nur dann den Wagen voll machen, wenn Sie das auch wirklich wollen und dabei auch noch ein bisschen was sparen!

Der Eingang

Schon die Imbissbude vor dem Supermarkt ist dazu da, dass Frauen ihren Mann parken können. Denn dann kaufen sie länger ein. Und auch der Eingang ist in den meisten Fällen vom Ausgang abgetrennt, damit Sie als Kunden nicht einfach wieder umdrehen können und den Supermarkt mindestens teilweise durchqueren müssen. Denn so kommen Sie an vielen verlockenden Waren vorbei und greifen vielleicht ja doch zu.

Der Einkaufswagen

Supermärkte und Discounter setzen auf besonders große Einkaufswagen, da es dann viel länger dauert bis der Wagen voll ist und dem Kunden so das Gefühl vermittelt wird, er habe noch gar nicht viel eingepackt. Außerdem ist der Boden der Einkaufswägen angeschrägt. So rutscht die Ware immer nach hinten und verschwindet aus Ihrem Sichtfeld. Der Wagen sieht also lange leer aus und man kauft gerne mal mehr ein. Selbst die Einkaufswägen für Kinder dienen dazu, dass die Kleinen selbst zugreifen und "einkaufen" können. Bezahlen können dann ja die Eltern.

Obst und Co.

Das Obst und Gemüse findet man in fast allen Supermärkten ganz vorne. Dadurch entsteht das Flair eines Wochenmarktes und das verbinden wir Kunden mit  regionalen Produkten, es riecht lecker und sieht auch noch ansprechend bunt aus. Außerdem ist der Griff zum Schokoriegel gefühlt gar nicht mehr so schlimm, wenn wir unser Gewissen vorher schon mit dem Kauf von gesundem Obst und Gemüse beruhigt haben.

Fleisch, Butter und Milch

Die meisten Menschen kommen in den Supermarkt, um Grundnahrungsmittel, wie Milch, Butter oder Fleisch, zu kaufen. Diese Produkte stehen aber ganz am Ende des Ladens, und so muss der Kunde erstmal vorbei an verlockenden Waren wie Kleidung oder Spielzeug. Übrigens: Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, verlaufen die Wege links herum, denn mit rechts greift man schneller mal zu.

Das Unterbewusstsein

Unsere Sinne werden von den Supermärkten und Discountern gleich mehrfach ausgetrickst. Wenn es am Regal mit den Süßigkeiten nach Kakao duftet, dann ist das gezielte Umsatzförderung. Denn durch Gerüche werden wir unterbewusst manipuliert. Deswegen gibt es auch fast immer einen Bäcker im Eingangsbereich. Denn von diesem Duft bekommen wir Appetit und gleichzeitig wird eine angenehme Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Die ideale Einkaufstemperatur liegt übrigens bei 19 Grad. Bei dieser Temperatur fühlen wir uns wohl, egal ob mit oder ohne Jacke. Ist es wärmer, dann ist der Kunde träge und zögert bei Kauf-Entscheidungen, ist es kälter, beeilt man sich zu sehr. Und selbst die Musik ist nicht zufällig gewählt. Beim Einkaufen hören wir ruhige Musik. Der Effekt: Wir kaufen entspannter und langsamer ein.

Achtung Schnäppchen

In Aktionsregalen stapeln Supermärkte die Produkte möglichst hoch und in hoher Stückzahl, damit wir als Kunden das Gefühl haben, wir machen ein Schnäppchen. Wenn Sie dann aber an der normalen Stelle nachschauen, wo die Sachen sonst immer liegen, stellen Sie oft fest: Der Preis ist wie immer! Aber im Aktionsregal sieht's halt mehr nach Schnäppchen aus. Hersteller machen Produkte auch nicht immer erkennbar teurer, denn sie ändern einfach den Packungsinhalt. Vergleicht man also zwei ähnliche Produkte sollten Sie immer den Preis pro 100g oder 100 ml vergleichen und nicht sofort nach dem anscheinend günstigeren Produkt greifen. Die Grundpreise müssen übrigens angeben sein. Sie sind aber oft winzig gedruckt.

Oben und unten im Regal

Die teuren Markenwaren finden wir in der Sichtzone. Außerdem sind dort die Waren, die wir nicht zwingend brauchen. Aber sie sehen halt toll und verlockend aus! Produkte wie Zahnpasta (was wir oft brauchen) liegen auch oft gleich neben den Zahnbürsten. Denn: Wer Zahnpasta kauft, benutzt auch Zahnbürsten. Und vielleicht muss die ja auch dringend mal erneuert werden, wenn wir gerade schon davor stehen... In der Bückzone, also im Regal ganz unten, finden Sie dagegen die Waren, von denen der Supermarkt eigentlich nicht unbedingt will, dass wir sie kaufen. Nämlich die günstigeren Sachen. Und vor der Kasse gibt es dann noch die Quengelzone. Von der sind gerade Eltern betroffen, denn dort gibt es Süßigkeiten oder Kaugummi genau auf Augenhöhe der Kinder. Die gute Nachricht: Einige Discounter verzichten bereits auf Süßes im Kassenbereich. Und wenn die Quengelzone geschafft ist, gibt's am Ende noch Treuepunkte - damit Sie auch schön sammeln und hoffentlich auch wiederkommen.