Freispruch: 54-Jähriger muss nach SEK-Einsatz nicht in die Psychiatrie

Er hat im August vergangenen Jahres in Frauenstetten einen SEK-Einsatz ausgelöst – jetzt ist ein 54-Jähriger wieder ein freier Mann. Das Augsburger Landgericht hat ihn am Vormittag freigesprochen und entschieden, dass er nicht in eine Psychiatrie muss. Verteidiger Dirk Hörmann zeigte sich im Anschluss sehr zufrieden.

Die 8. Strafkammer schloss sich den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung an, dass ein Tötungsvorsatz nicht bewiesen werden konnte. Außerdem habe ein Gutachter bescheinigt, dass der Frauenstettener zum Tatzeitpunkt wegen einer akuten Psychose nicht steuerungsfähig war.

Zudem wird die Wiederholungsgefahr als gering eingestuft. Der 54-Jährige war bei dem Vorfall unter anderm mit einer Axt und einer gezogenen Schreckschusswaffe auf einen Polizisten losgegangen. Daraufhin schoss ihm der Beamte ins Bein. Ohne Reaktion verschwand er damals wieder in seinem Haus und wurde erst fünf Stunden später festgenommen. Wie es jetzt für ihn weitergeht, ist noch nicht ganz geklärt.

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2018-07-13T11:50:15+02:00
HITRADIO RT1 Nordschwaben